Erfolgreicher Start in die zweite DSOL-Saison

Am Mittwoch und Donnerstag sind alle drei Mannschaften in die zweite DSOL-Saison gestartet. Die ersten beiden Mannschaften konnten gewinnen, lediglich die dritte mußte über eine Niederlage quittieren.

Die neu aufgestellte dritte Mannschaft debütierte mit einem Niedersachsenderby gegen die Drittvertretung des SK Lehrte. Leider gab es einige Probleme mit dem Zugang von Arnold Otten, weswegen er zu Beginn viel Zeit verlor. Im Mittelspiel bekam er eine ziemlich zerrupfte Struktur. Der Versuch, der Probleme mit einem Figurenopfer Herr zu werden, mißlang. Samuel Hilgerdenaar eröffnete ziemlich eigenwillig, aber die Partie verließ lange nicht die Remisbreite. Leider übersah er dann eine Gabel. So waren beide Weißpartien verloren. Christoph Homann konnte gegen die Isolanistellung des Gegners Damen und weitere Figuren tauschen. Nach dem gewinn des Isolanis sah das nach einem gewonnen Endspiel aus, aber Christoph ließ zuviel gegnerische Aktivität zu. Nach einem falschen Abtausch des Gegners bekam er wieder Oberwasser und verwandelte diesmal sicher. Jetzt hätte Johannes Nolting bei seinem Debüt für den ESV Rot-Weiß Göttingen gewinnen müssen, um zumindest ein Mannschaftsremis sicher zu stellen. Tatsächlich bekam er ein sehr gutes Endspiel mit Mehrbauer und Läuferpaar, daß vielversprechend aussah. Aber hier zeigte sich dann seine noch mangelnde Technik. Zunächst gab er ohne Not das Läuferpaar auf und landete dann in einem sehr remislichen Turmendspiel, das er nach langem Kampf sogar noch verlor. Somit eine 1:3-Niederlage.

Die zweite Mannschaft gewann am selben Tag ziemlich ungefährdet gegen die zweite Mannschaft der Schachfreunde Hamburg. Den Anfang machte Csaba Daday als Anziehender, der das zu passive Spiel seines Kontrahenten gnadenlos bestrafte und schon nach 23 Zügen als Sieger das Brett verließ. Nur zwei Züge länger brauchte Jan Meise. Dessen Opponent hatte sich einen Königsangriff aufgebaut, wußte dann aber nichts mit der Stellung anzufangen. Der Versuch, mit einem Läuferopfer auf h7 einer Gabel zu entfleuchen, scheiterte, weil das Damenschach auf h5 einfach die Lady wegstellte. Und bald schon folgte der dritte Sieg durch Adrian Hoke. Eigentlich hatte er in der Eröffnung als Weißer nichts erreicht, aber der Gegner wollte mehr, und sein Versuch, in Adrians Stellung einzudringen, entpuppte sich als Figurenverlust. Der einzige, der bis in das Endspiel kam, war Joshua Hoke. Nachdem die Partie lange Zeit ziemlich ausgeglichen verlief, verrechnete sich der Gegner schließlich in einem Leichtfigurenendspiel. Somit 4:0 für uns!

Donnerstag ging es dann weiter. Dankenswerterweise hatte sich Johannes Karthäuser bereit erklärt, am Onlinevereinsabend einen Livekommentar anzubieten, der auch gerne genutzt wurde. Bedauerlicherweise spielte ich zu lange, um davon noch etwas mitzubekommen. DSOL und Onlinevereinsabend – das paßt perfekt zusammen!

Onlinevereinsabend am 21.1.2021. Analyse von Gerhard Noltes Partie aus der ersten Runde der zweiten DSOL-Saison.
Onlinevereinsabend am 21.1.2021. Analyse von Gerhard Noltes Partie aus der ersten Runde der zweiten DSOL-Saison.

Bei der ersten Mannschaft war abzusehen, daß sie es schwer haben würde. Die zweite Liga wurde trotz des hohen Meldeaufkommens knapp gehalten, aber wir sind nicht nur in der Staffel, sondern in der ganzen Liga das nominell schwächste Team. Unser Kontrahent SK Zehlendorf Ⅱ aus Berlin trat allerdings ohne seinen IM am Spitzenbrett an. Und die sich daraus ergebende Chance wurde genutzt! Cai Dieball spielte bei seinem Debüt im rot-weißen Dress sehr stark. Der anziehende Gegner öffnete etwas unmotiviert seine Königsstellung. Cai opferte die Qualität, um eindringen zu können und gewann das investierte Material mit Zinsen zurück. Das hoffnungslose Endspiel wollte sich sein Gegner dann nicht mehr zeigen lassen. Unterdessen spielte Gerhard Nolte eine sehr komplizierte Partie. Als Anziehender setzte er den Damenflügel unter Druck. Unterdessen konnte der Gegner am Königsflügel zu Angriff kommen und verschenkte wohl durch einen Mouseflip den Sieg. Das immer noch ziemlich komplizierte Endspiel endete dann im Remis. Ich selbst hatte in der Eröffnung einen Gambitbauern untheoretisch mitgenommen und mußte mich der einiger gegnerischen Aktivität erwehren. Aber Schwarz fand nicht den besten Weg zum Angriff und übersah schließlich einen Zwischenzug mit Figurenverlust. Den desperaten Schlußangriff konnte ich dann abwehren und schlußendlich mattsetzen. Damit hatten wir gewonnen und es kam nicht mehr darauf an, daß Alexander Wilting in einer lange ausgeglichenen Partie in einem Endspiel Läuferpaar gegen Läufer und Springer mit dem Gaul auf Abwege geriet und leider verlor. Auf der Webseite der Zehlendorfer ist der Wettkampf auch kurz geschildert worden.

Last Updated on Januar 24, 2021 by Ingram Braun

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