Tamara beim Training
Unterricht mit Damengroßmeisterin Tamara Klink

Für Kinder, Jugendliche und Studenten bis 27 Jahre bieten wir in unseren Räumlichkeiten äußerst qualifiziertenen Schachunterricht durch eine international erfahrene Spitzenspielerin an. Jüngere Kinder sollten bereits Lesen und Schreiben können. Bei Anfängern steht zunächst die taktische Grundausbildung im Vordergrund:

  • das Erkennen und Berechnen (im Kopf!) grundlegender taktischer Motive wie Gabeln, Spieße, Überlastungen  und Ablenkungen, mit denen letztlich die meisten Partien irgendwann entschieden werden.
  • die wichtigsten Strategeme wie Entwicklung, Königssicherheit und Zentralisierung, die die eigenen taktischen Chancen maximieren und die des Gegenspielers minimieren.
  • Endspiele mit wenigen Figuren zum Erlernen der jeweiligen Geometrie der einzelnen Figuren und um die Dynamik von Bauernstrukturen zu erfassen.Es ist nicht verpflichtend, aber durchaus erwünscht, daß sich Kinder neben den beiden Jugendmannschaften auch früh am Mannschaftsspielbetrieb der Erwachsenen beteiligen. Auch bei gleicher Spielstärke spielen Kinder und Erwachsene unterschiedlich. Kinder schätzen ihre Chancen im Angriff in der Regel sehr optimistisch ein und rechnen sehr viel während einer Partie. Langjährige Spieler hingegen verlassen sich vielmehr auf ihren Erfahrungsschatz, der fehleranfällige Berechnungen an vielen Stellen zu riskant erscheinen lässt. Zudem sind sie erfahrene Verteidiger und können sich insbesondere in der letzten Partiephase auf eine eingeübte Technik verlassen. Es ist für die Ausbilduung von Kindern wichtig, diesen Erfahrungsschatz im gemeinsamen Spiel gleichsam anzuzapfen. Natürlich werden die Partien im Training besprochen.

Sind die Grundsteine erst einmal gelegt, wird es Zeit, das Zusammenwirken der bisher eher isolierten betrachteten Elemente zu verstehen. Dies geschieht durch die Betrachtung von Meisterpartien, die Analyse komplexer Stellungen und auch eine vertiefte Analyse der eigenen Partien. Man lernt, wie sich Strukturen, die in der Eröffnung entstehen, bis ins Endspiel auswirken können. Dabei werden Fragen gestellt wie z. B.

  • Wer hat Interesse an Figurentausch?
  • Soll man taktische Verschärfungen anstreben oder eher ruhig spielen?
  • Wie plant man die Verwertung des Vorteils, wenn man gut steht?
  • Wenn taktisch nichts los ist: was tun?
Siegerehrung der Jugendeuropameisterschaft 2016
Siegerehrung der Jugendeuropameisterschaft 2016 in Prag mit Fiona Sieber als neue Europameisterin

Bei Übungsleiterin Tamara Klink paaren sich eine hohe eigene Spielstärke mit den didaktischen Methoden, die die russische Schachschule nach dem zweiten Weltkrieg mit Ausnamhem der kurzen Regentschaft von Bobby Fischer (1972–1975) sämtliche Weltmeister bis 2007 (Viswanathan Anand; ab 2013 Magnus Carlsen) stellen ließ. Besonders im Mädchenschach hat das zu bemerkenswerten Erfolgen geführt. Neben zahlreichen Titeln auf regionaler Ebene wurden Landesmeisterschaften von Fiona und Cassandra Sieber und Antonia Ziegenfuß errungen. Fiona und Antonia gewannen als stärkste deutsche Spielerinnen in ihrer jeweiligen Alterskohorte auch mehrere deutsche Meisterschaften. Den Vogel schoß aber Fiona ab: In den üblicherweise von Osteuropäern dominierten Jugendeuropameisterschaften gewann sie 2016 den u16w-Titel für den Deutschen Schachbund ein wahrlich seltenes Ereignis. Fiona hat mittlerweile auch ihr Debut in der Erwachsenennationalmannschaft gefeiert.

Zur Person:
Tamara Klink stammt aus Kasachstan. Sie durchlief zusammen mit ihrem späteren Ehemann Robert das staatliche, Förderungsystem für talentierte Sportler und profitierte von stark besetzten internationalen Damenturnieren, die damals in der Sowjetunion bzw. ihren Nachfolgestaaten veranstaltet wurden. 2000 wurde ihr der Titel Großmeisterin der Frauen (WGM) verliehen. Nach dem Zerfall der UdSSR trat sie für Kasachstan bei vier Schacholympiaden (eine Art Mannschaftsweltmeisterschaft) an. Nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland wurde sie sechsmal deutsche Damenmannschaftsmeisterin mit der OSG Baden und spielte im Europapokal: Wikipedia.

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