Fiona Sieber beim Schachgipfel in Magdeburg wieder am Brett

Fiona Sieber und ihr jüngerer Bruder Bert bei der Preisverleihung der Vellmarer Schachtage 2019.

So langsam kommt es wieder zu Schachturnieren in einer Disziplin, die man im Englischen als OTB („over the board“) vom Fernschach bzw. dem Spielen auf Schachservern unterscheidet. Hartwig hatte uns ja schon mit einem sehr schönen Bericht über seine Teilnahme am Seminarturnier in Wernigerode erfreut. Ob das Vergnügen lange anhält, weiß man nicht, denn angesichts steigender Fallzahlen ist das Robert-Koch-Institut in seinem heute morgen veröffentlichten Lagebericht (S. 2) wieder sehr skeptisch gegenüber Versammlungen in Innenräumen.

Beim Meisterschaftsgipfel des Deutschen Schachbundes sind eine ganze Reihe deutscher Meisterschaften an einem Ort bis nächsten Samstag vereinigt (Zeitplan). Es sind auch Liveübertragungen geplant. Die größte Einzelveranstaltung allerdings, die Endrundenturniere der Deutschen Amateurmeisterschaft (DSAM), sind angesichts der Gesamtsituation abgesagt worden. Trotzdem wundert man sich, daß eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt genehmigungsfähig ist. Hoffentlich kommt es nicht zu Infektionen.

Fiona Sieber, die aus dem ESV Rot-Weiß Göttingen hervorgegangene ehemalige U16-Europameisterin und nunmehrige Nationalspielerin, nimmt am Eliteturnier der Frauen, dem „German Masters der Frauen“ teil. 2018 hatte sie dieses Turnier gewonnen. 2019 war dann leider ein rechtes Seuchenjahr für sie. Hoffen wir, daß sie diesmal wieder in die Gänge kommt. Bei der eben zu Ende gegangenen Deutschen Frauenblitzeinzelmeisterschaft erreichte sie als Siebente ihren Setzlistenplatz. Vor ein paar Tagen hat sie dem Podcast der Otto von Guericke-Universität Magdeburg ein Interview gebeben, wo es allerdings hauptsächlich um ihr Studium geht und nur am Rande um Schach.

Gespannt ist man natürlich auch auf den Auftritt der stärksten deutschen Spielerin Elisabeth Pähtz, die derzeit im Mittelpunkt eines bösen Betrugsskandals steht, aber DSB und FIDE soweit von ihrer Unschuld überzeugen konnte, daß sie im Masters und bei der Online-Olympiade mitspielen darf.

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