Viel los an unserem Stand auf dem Gänselieselfest

In diesem Jahr waren wir, die Schachsparte des ESV Rot-Weiß Göttingen, zum dritten Mal hintereinander auf dem Gänselieselfest mit einem Stand vertreten.

Im Vergleich zum Vorjahr kamen einige Neuerungen dazu: Dank einer Fördergeld-Spritze vom Niedersächsischen Schachverband und der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung konnten wir ein Gartenschachset erwerben sowie in Werbemittel investieren.

Somit fiel unser Stand deutlich größer aus als im letzten Jahr:

Unser "Freiluft-Schachsalon" kurz vor der Eröffnung um 11 Uhr

Neben dem üblichen Spieltisch mit Turnierbrettern, -figuren und Schachuhren und dem nun neuen Gartenschachset gab es auch wieder ein Demobrett mit Schachaufgaben sowie einen kleinen Infotisch.

Unser Infotisch mit neu gestaltetem ESV-Schach-Flyer, Werbung für die Jugendserie sowie "Belohnungen" in Form von Kugelschreibern, Buttons und Süßigkeiten für diejenigen, die die Schachaufgaben am Demobrett richtig gelöst haben.

Schon bald fanden sich die ersten Gäste ein, und das Gartenschachspiel war von nun an dauerbelegt bis abends zum Abbau um 18 Uhr:

Am Demobrett, wo Martin zwei Schachaufgaben in einer aufgebaut hatte, bildeten sich immer wieder Menschentrauben. Es gab viele, die die Schachaufgaben erfolgreich lösten und als Belohnung einen Kugelschreiber (mit Lampe!), einen Anstecker oder ein Tütchen Haribos mitnehmen durften:

In der „Hoch-Zeit“ des Gänselieselfestes zwischen 13 und 17 Uhr waren auch die Bretter am Spieltisch durchgehend besetzt, und wir hatten viele Zuschauer*innen sowohl beim Gartenschach als auch am Spieltisch:

Sogar die Cousine eines tschechischen Großmeisters war da

Mit vielen Menschen ergaben sich schöne und interessante Gespräche. Ein Mann wollte seinem körperlich beeinträchtigen Sohn einen Flyer von uns mitbringen, vielleicht wäre Schach ja interessant für ihn, weil sein Handicap da nicht so zum Tragen käme.
Eine ältere Frau erzählte mir, sie würde seit 30 Jahren mit ihrem Mann Schach spielen, aber sie würden seit 30 Jahren immer dieselben Züge spielen, und jetzt würde sie darüber nachdenken, ob sie mal unseren Spielabend besuchten, um auf andere Gegner zu stoßen und auf andere Ideen zu kommen?! 🙂
Den kuriosesten Verlauf nahm ein Gespräch mit einer jungen Mutter, die mir ganz „entsetzt“ auf Englisch erzählte, dass ihre 6-jährige Tochter leider auch schon eine Leidenschaft für Schach zeigte (die Kleine saß derweil begeistert am Spieltisch und ließ sich von ihrem Gegenüber das Schachspiel erklären). „Auch schon“ deshalb, weil die Leidenschaft für Schach und auch für Mathematik in ihrer Familie läge, einer ihrer Cousins wäre auch Schachfan und sogar Großmeister geworden. Da horchte ich auf: „Großmeister?? Wie heißt er denn, Ihr Cousin?“ Antwort: „David Navara“.
Da ich selber mit Begeisterung die Großmeisterturniere der Welt verfolge, war mir der Name natürlich ein Begriff: David Navara ist ein tschechischer Großmeister (Wikipedia-Eintrag: https://de.wikipedia.org/wiki/David_Navara), geboren 1985, ELO 2700+, der mich – wie die anderen Großmeister auch – mit Rechenkünsten und unglaublichen Fähigkeiten in Mustererkennung immer wieder beeindruckt (à la „Ja, das hatte ich 10 Züge vorher schon gesehen.“ (in Zeitnot, wohlgemerkt) - Kommentar zum Endspiel in einer Schnellschachpartie gegen Garry Kasparov im Jahr 2017).
Die Cousine eines Schachgroßmeisters vor Ort - das war für mich ein Knaller, und ich habe sie gleich gefragt (da sie in Göttingen wohnte), ob sie nicht Lust hätte, ihrem Cousin die aufstrebende Schachstadt Göttingen schmackhaft zu machen, vielleicht hat er ja mal Lust, sie besuchen zu kommen und dann ein kleines Simultan zu geben, z.B. nächstes Jahr auf dem Gänselieselfest… 😉 Ihre Antwort ging dann leider in Lärm und Nebengesprächen unter, aber ich glaube, dass dem David sein Terminkalender auch recht voll ist um diese Zeit. Doch wer weiß, was sich hier in den nächsten Jahren entwickelt, spätestens wenn wir hier ein eigenes Großmeisterturnier am Start haben, wird er kommen, ganz sicher… 😉

Das Wetter… nein: Die Regenresistenz von Schachspielern

Zwischendurch gab es mal ein paar Tropfen Regen, die unseren Spieltisch inklusive Material ordentlich nass machten. (Das Gartenschachset natürlich auch, aber das machte dem ja nichts.) Die Schachspielenden ließen sich davon jedoch nicht vertreiben und spielten mit aufgespanntem Schirm in der Hand weiter.
Insgesamt hatten wir Glück, und die Wettervorhersage war schlimmer als das reale Wetter. Rechtzeitig zur Gänselieselfest-Besuchs-Hauptzeit schien wieder die Sonne, und alles war wieder gut.

Fazit

Wir hatten einen tollen Stand, es hat uns Spaß gemacht und unseren Besucher*innen auch, und wir freuen uns auf das Gänselieselfest 2020!

Danken möchte ich allen, die dazu beigetragen haben, dass wir diesen Stand auf diese Weise realisieren konnten, und danken möchte ich auch allen Besucher*innen auf dem Fest, die mit uns Schach gespielt, gedacht, geteilt haben.
Bis zum nächsten Jahr!

5 Kommentare

  1. Toller Bericht! Ich habe darauf von der NSV-Webseite verwiesen.

  2. Toller Artikel … ich war am Vormittag kurz da und wäre länger geblieben, weil es so eine tolle Atmosphäre war. Martin und Babette haben das alles so liebevoll gecoacht!! Ich reiche später noch Bilder nach!!

  3. Danke für den tollen Bericht! Es war wirklich eine gelungene Präsentation unseres Vereins und wir haben auf jeden Fall die nötige Aufmerksamkeit auf uns gezogen 😉
    Hat richtig Spaß gemacht!

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