Berichte Von Gerhard Nolte 1. Mannschaft Verbandsliga Ost

 

Berichte von Gerhard Nolte

1. Mannschaft Verbandsliga Ost


Abschlußbericht 16.04.2012
Liebe Schachfreunde,
die Saison ist vorbei. Der letzte MK war noch mal sehr spannend.
Obwohl die Mannschaft von Salzgitter 3 als Absteiger schon feststand,
hat sie noch mal alles gegeben, um ihrer Zweiten zur Meisterschaft zu verhelfen.
Zwischenzeitlich sah es in der Tat nicht so gut aus:
Robert an Brett 1 stand eher schlechter, meine Position war sehr verdächtig, Börries
ebenso; nur Alex und Arsen hatten Vorteil --- und wir mussten gewinnen!
Alex konnte dann seinen Vorteil zum ganzen Punkt ausbauen, das war schon mal beruhigend.
Ingram hatte mit Schwarz ein sicheres Remis erreicht, aber eben auch nicht mehr. Börries konnte kurz vor der Zeitkontrolle remisieren.
Robert hatte inzwischen ein Doppelturmendspiel erreicht. Unter Bauernopfer konnte er seine Figuren aktivieren und einen Mattangriff starten, der dann auch durchdrang.
Meine Stellung hatte sich zu einem etwas besseren Endspiel gemausert.
 Da Arsens Stellung total gewonnen war konnte ich das Remisangebot meines Gegners annehmen.
Marius Niederlage an Brett 8 war dann nicht weiter tragisch, denn Arsen hat den vollen Punkt geholt. Damit stand der Sieg im MK fest.
Daraufhin einigte sich Günther mit seinem Gegner auf Remis.
Somit ist die erste Mannschaft Erster in der Verbandsliga Ost geworden
und erstmals in die Landeslige Süd aufgestiegen!

Das ist ein wenig überraschend, gehörten wir doch als Aufsteiger und
vom Rating her eher zu den Abstiegskandidaten. Das schien sich beim Saisonstart mit dem 2:6 in Salzgitter gegen deren zweite Mannschaft auch gleich zu realisieren. Mit viel Teamgeist, Kampfkraft und natürlich auch Glück konnten wir dann einige knappe Siege
einfahren, z.T. wegen Personalnot nur mit den Göttinger Sieben.
Nachdem das Abstiegsgespenst verscheucht war, konnten wir locker aufspielen und fanden uns dann als Tabellenführer wieder. Der eine Patzer gegen BS Gliesmarode war insofern nicht tragisch als auch die Konkurrenten in der Runde Punkte abgaben.
Die letzte Runde war wieder sehr schwierig; ein Unentschieden hätte den undankbaren zweiten Platz bedeutet.
Von unseren 9 Mannschaftskämpfen sind nicht weniger als sechs 4,5:3,5
ausgegangen, einer gegen uns --- übrigens gegen nur 7 Braunschweiger und
mit drei Partien in der 7ten Stunde.
Bemerkenswert finde ich, dass 5 Spieler 8 oder alle 9 Runden mitgespielt haben: Alex, Börries, Fiona, Ingram und ich. Erwähnt werden sollte auch, dass fast alle eingesetzten Spieler, auch die von der "Ersatzbank", erfolgreicher als erwartet gespielt haben; sonst
hätte es diesen Erfolg nicht geben können.
Nicht zuletzt muss ich Marius und Romolo als Mannschaftsführer der
anderen Teams danken, dass sie bereitwillig Spieler ihrer
Mannschaften in der Ersten haben spielen lassen.
Gerhard Nolte

Spiel gegen Hildesheim vom 18.03.2012
Unser Glück war uns auch diesmal wieder treu, wir haben gegen Hildesheim
knapp gewonnen.
Insgesamt waren die Hildesheimer wenig kämpferisch gestimmt. So hat Ingrams
Gegner schon nach wenigen Zügen mit Weiß Remis geboten, das Ingram dann auch
gerne annahm.
Daniel, Günther und Alex bekamen auch Remis angeboten, wobei Günthers Stellung nicht so richtig gut aussah, (allerdings konnte ich die Partien nicht so richtig verfolgen).
Den ersten vollen Punkt konnte ich gegen Frank im Königsangriff einfahren.
Arsen hatte eine leicht bessere Stellung, ob mehr als Remis drin war, war nicht klar.
Boerries verlor dann sein Turmendspiel mit 2 Minusbauern,
so dass Fiona mal wieder die letzte Partie hatte. Mit sehr asymmetrischer Materialverteilung ließ sich der Hildesheimer glücklicherweise mattsetzen.

Spiel gegen Hameln vom 15. 01. 2012
Die Erste hat mit 5,5 - 2,5 in Hameln gewonnen. Das Match war aber schwieriger als das Ergebnis vermuten lässt: Fiona musste über 6 1/2 Stunden um ihren Sieg kämpfen. Die Ergebnisse im Einzelnen:
Boerries hatte mit Schwarz eine ausgeglichene, zähe Stellung und nahm das
Remisangebot seines Gegners nach gut 2 1/2 Stunden an. Zu dem Zeitpunkt standen Arne und Robert deutlich besser.
Alexander hatte mit Schwarz ein ordentliches Endspiel erreicht in dem aber doch
nicht mehr als Remis drin war.
Robert konnte seine hervorragende Stellung leider nicht ausbauen und musste sich mit Remis begnügen.
Brett 2: In Zeitnot übersah mein Gegner einen Figurenverlust. Der darauf
folgende Angriff drang nicht durch. Der erste volle Punkt.
An Brett 8 hat Ingo hart gekämpft, konnte seine Stellung aber nicht halten.
Zwar keine erfolgreiche aber doch eine ordentliche Premiere!
Arne hatte in der Eröffnung einen Bauern gewonnen, später noch einen. Nachdem
er im Turmendspiel auch noch die Pattfalle umschiffen konnte stand seinem Sieg
nichts mehr im Wege.
Ingram schaffte die erste Zeitkontrolle mit hängendem Blättchen, ebenso wie
sein Kontrahent. In dem besseren Endspiel konnte er sich schließlich durchsetzen.
Damit war der Mannschaftskampf gewonnen.
Der Schlusspunkt war Fiona vorbehalten: In einer lange Zeit verkeilten Stellung
konnte sie im Schwerfigurenendspiel Material gewinnen und nach einigen
Abtäuschen im Damenendspiel den Mehrbauern zur Geltung bringen, nach, wie oben gesagt, 6 1/2 Stunden.
Um 8:15 sind wir in Göttingen gestartet, um 18:15 waren wir dann glücklich
wieder am Bahnhof. Diesmal war Hameln eine Reise wert.
Da Salzgitter 2 seinen MK verloren hat, durften wir auch die Tabellenführung
übernehmen.

Spiel gegen Bad Harzburg vom 20.11.2011
Wieder musste die erste Mannschaft in Unterzahl antreten.
Diesmal fuhren wir zu siebt nach Bad Harzburg. Einige von uns
haben noch ungute Erinnerungen an so manchen Besuch dort.
Den Rückstand zum psychologisch ungünstigen frühen Zeitpunkt (erste
Minute !!!) konnte Börries ausgleichen: In einer für Börries sehr
verdächtigen Stellung lies sein Kontrahent Stillke Gegenchancen zu und
übersah dann sogar ein Matt. Mit diesem Punkt hatte ich zwischendurch
nicht gerechnet.
Alexander hat ziemlich souverän gegen Altmeister Stahnke gewonnen.
Fiona hatte an Brett 5 mit SF Pape mit dem stärksten Bad Harzburger
zu tun, der dann auch mit all seiner Routine den Punkt sicher einfuhr.
Kurz nach der 4 Stunden Marke gab Marius seine Partie Remis: Endspiel
mit ungleichfarbigen Läufern bei gleicher Bauernanzahl: da war nicht
mehr drin. Bravo Marius, als Joker wieder den entscheidenden halben
Punkt geholt, denn:
Ingram hatte einen schweren Stand im Endspiel gegen das Geers'sche
Läuferpaar. Aber irgendwie konnte er abwickeln und verblieb dann mit
einem entfernten Mehrfreibauern bei gleichfarbigen Läufern. Das war
dann leicht gewonnen.
Arsen konnte sich gegen SF Lammers mit Schwarz zwar nicht durchsetzen,
schien aber auch nie in Verlustgefahr. Zwischendurch hatte ich den
Eindruck, er stünde besser. Das Doppelturmendspiel war dann wohl
nicht zu gewinnen.
Damit war es an mir, die letzte Partie zu beenden. Nachdem ich mit
Weiß eigentlich die ganze Zeit leicht besser gestanden und zwei
Remisangebote wegen der Zwischenstände abgelehnt hatte, kam es zu einem
Leichtfiguren Endspiel mit Bauern auf beiden Flügeln, in dem mein
Läufer dem gegnerischen Springer mindestens ebenbürtig war. Nun war es
an mir, SF Zander mit einem Remisangebot zu überraschen, das er dann
auch nach 30 minütigem Grübeln annahm, sichtbar keine leichte
Entscheidung.
Fazit: - 4,5 : 3,5 gewonnen
- Ich würde gerne auch mal mit 8 Leuten antreten (und gewinnen natürlich)
- Die zweite Mannschaft muss sich einen anderen Captain suchen, wir geben Marius nicht mehr her.

Spiel gegen Gifhorn vom 6.11.2011
nach aufregendem Verlauf hat der MK ein gutes Ende genommen:
Leider mussten wir wegen Personalproblemen zu siebt antreten, lagen
also gleich 0:1 hinten.
Günther war gezwungen, sich auf eine dreimalige Stellungswiederholung
einzulassen, - mit Schwarz auch nicht schlecht.
Mein Gegner veropferte in optisch guter Position einen Bauern, stand danach mit weniger Material schlecht und hatte keine Lust mehr.
Fiona stellte leider einen lebenswichtigen Bauern ein und kam dann überhaupt nicht mehr ins Spiel zurück.
Zu diesem Zeitpunkt stand Ingram nachhaltig besser, Alexander trotz Mehrfigur extrem schlecht, Daniel mit unentwickeltem Damenflügel
und Marius ausgeglichen.
Im weiteren Spielverlauf erarbeitete Marius sich ein besseres
Endspiel, konnte aber nicht durchdringen: Remis.
Daniel inszenierte mit zwei Figuren einen Königsangriff und drohte den lahm gelegten Damenflügel zu aktivieren. Andererseits musste er selber die Mattdrohung parieren. Sein Gegner hatte nur noch wenige Minuten auf der Uhr. In sehr scharfer Stellung konnte Daniel dann gewinnen. Ein Sieg an einem Brett, das zwischendurch schon verloren aussah.
Alexander hatte sich inzwischen zurück in die Partie gekämpft mit freundlicher Unterstützung seines Gegners, ließ sich aber in Zeitnot stark zurückdrängen und musste seine Mehrfigur wieder abgeben.
Das letzte Zeitnotdrama lief dann an Ingrams Brett ab. Dort hatten beide Kontrahenten ordentlich nachgedacht. Glücklicherweise behielt
Ingram den Überblick, konnte eine Qualität gewinnen und 41 Züge
machen, bis dann das Blättchen fiel. Danach fuhr er den Punkt sicher ein.
Alexander konnte seine Position in ein Turmendspiel mit Mehrbauern
(!!) abwickeln, verpasste dann aber einige bessere Möglichkeiten und
machte dann das Remis zum Mannschaftssieg.


 

 
   

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