Gegen den SV Gifhorn mußten wir unser Heimspiel unbedingt gewinnen, um unsere Aufstiegschancen zu wahren. Keine einfache Aufgabe, den Gifhorn ist vor allem vorne gut besetzt, und uns fehlten mit Gerhard Nolte und Anton Schmid zwei starke Spieler. Erfreulicherweise war Robert Klink dafür erstmals mit von der Partie.

Eigentlich hatte ich erwartet, daß wir an den hinteren Brettern Übergewicht haben. Da war es schon sehr enttäuschend, daß dort drei Partien recht schnell ins Remis austrudelten. Cai Dieball stand eigentlich schnell auf Gewinn, wickelte aber falsch ab und konnte mit dem Friedensvertrag dann ganz zufrieden sein.

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Arthur Fischer hatte sich etwas Vorteil herausgearbeitet, aber es findet sich selbst mit Computerhilfe keine ganz klare Verstärkungsmöglichkeit. So endete auch seine Partie früh Remis.

Als nächstes mußte Johannes Karthäuser in das Remis einwilligen. Eigentlich hatte er sich schnell Vorteil erspielt. Dann unterlief ihm aber ein taktisches Versehen. Mit nur zwei Bauern für eine Figur durfte er sich über die Friedfertigkeit seines Gegners schon glücklich schätzen.

Zu diesem Zeitpunkt sah der Wettkampf richtig schlecht aus. Peter stand klar auf Verlust, und auch meine Stellung wurde von mir selbst wie auch von allen anderen als ziemlich schlecht eingeschätzt. Vorteil hatten nur Robert und Beni. Aber bei zwei Verlusten würde das bestenfalls für ein 4:4 reichen. Deshalb verdonnerte ich Joshua Hoke gegen seine verhältnismäßig gering gewertete Gegnerin zum Weiterspielen nach einem Remisangebot. Aber es half nichts. Seine Partie geriet nie aus dem Gleichgewicht, und etwas später wurde dann doch Remis vereinbart.

Bald kam dann auch die Aufgabe von Peter Konetzke. Er hatte schon in der Eröffnung gepatzt und bekam überhaupt keine Chancen mehr.

Immerhin konnte dann Robert Klink gewinnen, obwohl er seines Vorteils zwischendurch mal verlustig gegangen war. Aber ein Qualitätsopfer, das eigentlich das Gleichgewicht nicht störte, stiftete kurz vor der Zeitkontrolle genügend Verwirrung.

Auch damit sah es eigentlich bestenfalls nach 4:4 aus, zumal Beni zwar besser stand, aber in einer verschachtelten Stellung einen Weg in die gegnerische Stellung suchen mußte. Aber plötzlich drehte sich meine Partie. Ich war von einer völlig falschen Stellungseinschätzung ausgegangen und hatte schon innerlich aufgegeben. Plötzlich übersah der Gegner aber einen Figurenverlust. Die Stellung danach war technisch immer noch nicht ganz einfach, weil einige Freibauern neutralisiert werden mußten, aber irgendwie schaffte ich das und gewann.

Nur Sekunden nach meinem Gewinn stellte Benjamin Löhnhardt mit einem Remis den 4,5:3,5-Sieg sicher.

Das war knapp! Wir sind jetzt zweiter mit nur einem halben Brettpunkt weniger hinter Wolfsburg, haben aber das leichtere Restprogramm in den beiden Nachholrunden. Dort müssen wir fleißig Brettpunkte sammeln, denn es nicht unwahrscheinlich, das nur die entscheiden werden.