Bezirksliga Duderstadt – ESV Ⅰ

Bericht
Göttinger Tageblatt
15.12.2010

Schach-Bezirksliga: Tabellenführer Göttingen erweist sich als Nummer zu groß. Viel vorgenommen hatten sich die Schachfreunde Duderstadt im Bezirksliga-Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Göttingen. Doch es sollte den Eichsfeldern an diesem Tag nicht viel gelingen und sie unterlagen am Ende gegen den Favoriten mit 1:7. Trotz großen Engagements und Kampf an allen acht Brettern erwiesen sich die Verbandsliga-Absteiger als turmhoch überlegen. Nachdenklich: Hans-Jürgen Najuch (rechts) vom SK Duderstadt büßte durch eine Unachtsamkeit gleich zwei Bauern ein und verlor.

Schon frühzeitig musste sich Jürgen Degenhardt dem besten Spieler der Verbandsliga am ersten Brett geschlagen geben. Der Göttinger spielte sehr aggressiv und hatte schnell die überlegene Stellung, welche er geschickt zum Sieg nutzte. Ein wenig Hoffnung für die Duderstädter keimte auf, als Klaus Elborg am dritten Brett ein überraschendes Unentschieden erreichte.
Inzwischen hatte Hans-Georg Najuch nach einer recht soliden Eröffnung durch Unachtsamkeit zwei Bauern eingebüßt. Diesen Nachteil konnte er gegen seinen viel stärker eingestuften Gegner nicht mehr wettmachen und verlor.

Routinier Dieter Römgens hatte eine ausgeglichene Stellung gegen die erst zehnjährige Fiona Sieber aus Göttingen erreicht. Doch das Göttinger Supertalent zeigte für ihr Alter eine erstaunlich gute Endspielstrategie und konnte noch das Ruder herumreißen und gewinnen. Rainer Lüder hatte am untersten Brett eine ganze Figur gegen zwei Bauern geopfert.
Dieses Manöver führte zu einer hochinteressanten Stellung und beide Rivalen hatten Siegchancen. Der Göttinger Spieler erwies sich dabei als cleverer und brachte Rainer im Laufe des Spiels immer mehr in die Defensive und nach dem Verlust einer weiteren Figur gab der Duderstädter die jetzt hoffnungslose Partie auf.

Auch Christian Wiegand konnte an Brett zwei dem Dauerdruck seines Kontrahenten nicht mehr standhalten und nach dem Verlust seiner Dame gab er kurz danach auf. Nun spielten nur noch die beiden Schwestern Cornelia und Susanne Elborg. Einmal mehr erwies sich Cornelia als große Kämpferin. Sie war schon mit einem ganzen Springer in Rückstand geraten, konnte diese Figur nach einem Fehler ihres Gegners zurückgewinnen. Am Ende einigte man sich auf ein Unentschieden.

Obwohl der Mannschaftskampf längst entschieden war, kämpften Susanne Elborg und ihr Rivale in einer recht ausgeglichenen Stellung unverdrossen um den letzten noch zu vergebenen Punkt. Erst kurz vor der zweiten Zeitkontrolle nach einer Spielzeit von fast sechs Stunden unterlief Susanne im Endspiel eine kleine Ungenauigkeit, welche zum Verlust der Partie führte.

eb

 

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