Zärban

[Event "ESV Club-ch op"] [Site "Göttingen"] [Date "2013.05.16"] [Round "7.5"] [White "Zaerban, Jan Christopher"] [Black "Seelemann, Thomas"] [Result "1-0"] [ECO "E98"] [WhiteElo "1868"] [BlackElo "1715"] [Annotator "Zaerban"] [PlyCount "77"] [EventDate "2013.02.14"] [EventType "swiss"] [EventRounds "9"] [EventCountry "GER"] [SourceTitle "ESV Rot-Weiß Göttingen"] [Source "ESV Göttingen"] [SourceDate "2016.08.21"] [SourceVersion "1"] [SourceVersionDate "2016.08.21"] [SourceQuality "1"] 1. Nf3 Nf6 2. c4 d6 3. d4 g6 4. Nc3 Bg7 5. e4 O-O 6. Be2 e5 7. O-O Nc6 8. d5 Ne7 9. Ne1 Nd7 10. f3 f5 11. g4 f4 12. h4 {Genau dieselbe Stellung hatte ich bereits in der Runde 1 gegen W. Hack auf dem Brett. Mein Gegner wußte das, hatte sich die Partie zeigen lassen und war insofern darauf eingestellt.} Nf6 13. Nd3 Nd7 {Nach der Partie kritisierte mein Gegner dieses Tempo-Verlustmanöver scharf. Indes ist in dieser gschlossenen Stellung der Tempoverlust nicht wirklich gravierend. Eine radikale Methode gegen den weißen Plan c4-c5 wäre c7-c5, aber das gäbe Weiß wieder andere Möglichkeiten. In der Folge bereitet Weiß den obligatorischen Angriff am Damenflügel mit b4 und c5 vor, während Schwarz sich so gut wie möglich dagegen wappnet und auf Gegenchancen am Königsflügel lauert.} 14. Bd2 Kh8 15. Be1 a5 16. Bf2 b6 17. a3 Ba6 18. Nc1 Bb7 19. Nd3 Ng8 ({Besser für Schwarz wäre gewesen, mit} 19... Ba6 {die Züge zu wiederholen. Ich hätte dann nichts besseres gehabt, als} 20. Ne1 {zu ziehen, wo er für den Angriff nicht gut gestanden hätte und evtl. wieder an den Damenflügel hätte herangeführt werden müssen.}) 20. Kg2 Rf7 21. b4 h6 22. c5 bxc5 23. bxc5 Nxc5 24. Nxc5 dxc5 25. Na4 Bf8 (25... c6 {hilft hier nicht, da Weiß einfach} 26. d6 {spielen kann und dann den Vorteil behält.} ({Die Idee war} 26. Nxc5 cxd5 27. Nxb7 Rxb7 28. exd5 Rd7)) 26. Qb3 Bc8 27. Rac1 Bd6 ({Nach} 27... h5 28. g5 {geht es für Schwarz auch nicht recht weiter.}) 28. Nxc5 Qf8 29. Rc3 {Bereits hier hatte ich die taktische Idee, die sich ab dem 32. Zug verwirklichte. Es schien mir jedoch (zu Recht) notwendig zu sein, vorher erst die Position meiner beiden Türme zu optimieren, um nach der Abwicklung sofort angreifen und die Initiative aufrecht erhalten zu können.} Nf6 30. Rb1 Qg8 31. Nb7 Rb8 {Jetzt folgt die Abwicklung, auf die ich gehofft und die ich vorbereitet hatte.} ({ Nach der Partie meinte mein Gegner, er habe den Turm eigentlich gar nicht gezogen, vielmehr sei dieser von alleine nach b8 gegangen und habe sich quasi selber gezogen. Ich konnte das sehr gut nachvollziehen, zumal der Turm von a8 lange überhaupt nicht ziehen konnte und sehr schlecht stand, da er vom Spiel abgeschnitten war. Schwarz steht hier jedoch auch objektiv schon sehr schlecht. Die einzige Chance, nicht ohne Gegenwehr überspielt zu werden, bestand in} 31... Bxg4 32. fxg4 Nxe4 33. Rc2 Nxf2 34. Kxf2 Qf8 {obwohl Weiß auch danach klar besser steht.} ({ebenso nach} 34... Qe8)) 32. Nxd6 Rxb3 33. Nxf7+ Qxf7 34. Rbxb3 Kg7 35. Rb8 Bxg4 {Sieht aus wie ein Verzweiflungsopfer, ist aber tatsächlich der beste Zug für Schwarz, weil er dadurch in objektiv bereits verlorener Stellung zumindest noch eine Schwindelchance hat. Und tatsächlich . ..} 36. fxg4 {Leider der einzige Schönheitsfehler in einer ansonsten aus einem Guß gespielten Partie. Ich befand mich hier bereits innerhalb der letzten fünf Minuten meiner Bedenkzeit und schlug quasi reflexartig, ohne richtig aufs Brett zu sehen, zurück. dabei hatte ich mir vorher vorgenommen, 36. Tb7 zu spielen, falls der Läufer zöge! Nur war der Zug nun leider ein Schlagfall.} ({In der Tat hätte Schwarz nach} 36. Rb7 {getrost aufgeben können, weil er auf der 7. Reihe zugrunde geht:} Bc8 ({einziger Zug, nach} 36... Ne8 {auf g4 ganz gefahrlos nehmen und Lb5 folgen lassen} 37. fxg4 Z0 38. Bb5) 37. Rbxc7 ({oder} 37. Ra7 Ne8 38. Bb5 Bd7 39. d6) 37... Bd7 38. Bb5 { und Weiß gewinnt in beiden Fällen leicht. Glücklicherweise steht Weiß aber auch nach dem Partiezug objektiv noch auf Gewinn, auch wenn Schwarz jetzt noch ein bißchen Gegenspiel hat.}) 36... Nxe4 37. Rc4 Nd6 38. Rc5 e4 {Dieser schwere Fehler kam mir (mit nur noch einer Minute auf der Uhr) natürlich sehr entgegen, weil die Partie dadurch schnell beendet werden konnte.} ({Aber auch nach} 38... Ne4 39. Rc6 Nd6 40. Bf3 {steht Weiß klar auf Gewinn.}) ({Und auch das von meinem gegner vorgeschlagene} 38... Kh7 39. Rxa5 e4 40. Bd4 f3+ { hilft nicht wegen} 41. Kg1 {(am klarsten)} Ne8 42. Bc4 {wonach Schwarz ebenfals keine Chance mehr hat.}) 39. Bd4+ {Göttingen, 30. Mai 2013 J. C. Zärban} 1-0

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